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29.06.2009   16:42

Deutsche Abwickler

Passend zur vorstehenden Meldung, hier die Ankündigung zu einer Pressekonferenz der so genannten Deutschen Umwelthilfe (DUH): “Auf dem absteigenden Ast: Deutsches Atomforum in der Abwicklung”. Man beachte die gehässige Sprache und die unverholene Freude am möglichen Ende einer Branche, der damit verbundenen Arbeitsplätze und wohl auch der sicheren Energieversorgung Deutschlands. 50 Jahre nach seiner Gründung sei das Deutsche Atomforum nur mehr eine Veranstaltung zur Stabilisierung alter, risikoreicher und ineffizienter Energiestrukturen. Will heißen: Die Atomenergie behindert angeblich die schnellstmögliche Einführung erneuerbarer Energien. Und deshalb muss sie weg, auch wenn es noch keinen adaequaten Ersatz gibt. Das erinnert mich an Schiffbrüchige auf hoher See, die absichtlich ein Loch in ihre Rettungsboot bohren. Motto: Dann kommt schneller Hilfe…

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29.06.2009   16:31

Willkommen im Club

Der vormalige Außenminister Joschka Fischer soll Lobbyist für die Gaspipeline “Nabuco” werden. Es scheint so etwas wie ein Naturgesetz zu geben, nach dem prominente deutsche Politiker ihren Altenteil auf einem Sessel der Energiewirtschaft verbringen. 

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22.06.2009   13:42

Frage aller Fragen

SPIEGEL ONLINE hat 753 Wissenschaftler nach den größten Rätseln der Geoforschung befragt. 288 Experten aus Deutschland, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz und den USA haben auf die Umfrage geantwortet, welche für sie die wichtigsten unbeantworteten Fragen der Geowissenschaften sind. Auf Platz eins steht die Frage: Wie lassen sich Erdbeben vorhersagen? (20,8 Prozent der Stimmen). Und knapp dahinter folgt auf Platz zwei: Welche Prozesse bestimmen im Einzelnen das Klimageschehen? (19,8 Prozent).

Aus dem zweiten Punkt ergibt sich ein noch größeres Rätsel der Wissenschaft: Wie kann über die Ursachen des gegenwärtigen Klimageschehens ein wissenschaftlicher Konsens herrschen, wenn die ihm im Einzelnen zugrunde liegenden Prozesse zu den großen Unbekannten der Wissenschaft gezählt werden?

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22.06.2009   13:19

Als erster kommen

Wurde ja auch Zeit, dass sich die Bleifuß-Fraktion des Klimawandels annimmt. Alles was man braucht ist die Playstation 3 und das Computerspiel „Fuel“. Werbetext: “Spektakuläre Unwetter machen jedes Rennen zur Herausforderung. 
Unvorhersehbare Umweltkatastrophen – hervorgerufen durch den Klimawandel – machen die Rennen zu einmaligen Herausforderungen. Je nach Landschaft sieht sich der Spieler mit Blizzards, Tornados oder Sandstürmen konfrontiert.” Und weiter: „FUEL spielt in einer Welt, in der die Erde von den Auswirkungen der globalen Erwärmung und Jahrzehnten der Klimaverschmutzung beinahe völlig zerstört ist. Öl ist ein nahezu unerschwinglicher Rohstoff geworden und doch trifft sich eine junge Generation waghalsiger Rennpiloten in den Einöden, um in irrwitzigen Rennen Sprit-Vorräte zu gewinnen. In einer gigantischen Landschaft von über 14.000 Quadratkilometern kämpft der Spieler gegen andere Fahrer aus der ganzen Welt um die Bestzeit, während sich ihm Unwetter wie Tornados oder Sandstürme in den Weg stellen. Mit unterschiedlichen Fahrzeugen sucht er …

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20.06.2009   17:47

Bravo, Horst Köhler

Ein Leser der Achse des Guten war gestern auf dem Sommerfest des Bundespräsidenten und machte unser bemerkenswertes Foto der Woche. Es steht in der linken Spalte dieser Seite oben, bitte anklicken.

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19.06.2009   12:34

Leserzuschrift: Das Essener Modell

Neulich haben wir hier unsere Erlebnisse in Supermarktschlangen zum Besten gegeben und das amerikanische Wartesystem gefordert (es gibt nur eine Warteschlange, die in mehreren Schaltern aufgeht). Unser Leser Christian Dübbert propagiert hingegen eine Methode, die wir mal das „Essener Modell“ nennen wollen. Hier seine Zuschrift:

Ich glaube, dass wird immer beliebter, während der Warteschlange noch einige weitere Artikel - vornehmlich im hintersten Winkel des Supermarktes - einzukaufen. Ob das an zunehmender Dreistigkeit oder einfach nur der Verblödung der Kunden liegt, wage ich nicht zu entscheiden.Alternativ zu Ihrem amerikanischen Modell hat man bei uns im Ruhrgebiet eine noch viel simplere Methoden entwickelt. Irgendjemand, Typ Schwarzenegger, schreit vom Ende der Schlange

„Geht datt bald weita, davorne?“

„Ich habe doch nur vergessen, die Cola aus dem Angebot zu kaufen.“

Mächtig falscher Fehler, an dieser Stelle Hochdeutsch zu sprechen. Jetzt versucht sich …

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15.06.2009   08:59

Genfrei Gehen

Gestern Abend war ich in einer meiner Berliner Lieblingskneipen, der Tiergarten-Quelle. Sie befindet sich direkt unter der S-Bahnstation Tiergarten in den Katakomben des Bahnsteigs. Ich verdrücke gerade einen Brathering mit Bratkartoffeln, da fällt mein Blick auf eines der ausgehängten Plakate: „Genfrei Gehen“ heißt die Aufforderung darauf.  Am 18. Juni treffen sich Aktivisten vor dem Charlottenburger Schloss zum Antigen-Protest, da muss man unbedingt dabei sein. Wie geht genfrei Gehen? So ähnlich wie hirnfrei Denken? Darf man auch genfrei Stehen, Sitzen oder Schlafen? Wird in den Berliner Schulen genfrei addiert und substrahiert, oder steht Rechnen schon nicht mehr auf dem Stundenplan? Zur Auftaktveranstaltung der Gentechnikgegner wird Vandana Shiva genfrei reden. Die Professorin aus Indien scheitert schon mal bei dem Versuch eine Reispflanze von einer Unkrautpflanze zu unterscheiden, fliegt aber genfrei um die Welt und sammelt Meilen. Genau wie Percy Schmeiser, ein Bauerndarsteller, der sich als vorgebliches Monsanto-Opfer erfolgreich mit einer Ich-AG selbstständig …

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12.06.2009   20:02

Ozonloch im Eimer?

Politisch ist die Sache mit dem Ozonloch längst abgehandelt. Ob all das jedoch auf wissenschaftlich solider Grundlage geschah, erscheint immer zweifelhafter. Das Ozonloch macht jedenfalls, was es will: “Das Ozonloch über der Antarktis ist, anders als erwartet, in letzter Zeit nicht geschrumpft, sondern war in den Jahren 2006 bis 2008 zeitweise sogar größer als in den 1990’er Jahren. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse deuten jetzt darauf hin, dass die lange Zeit gültigen Theorien zu den Ursachen der Ozonausdünnung unvollständig und möglicherweise nur wenig zutreffend sind. Damit geriete eine der wenigen umweltpolitischen Erfolgsgeschichten der Menschheit ins Wanken....zeigt das Beispiel der mittlerweile zweifelhaften Erfolgsgeschichte um die Bekämpfung des Ozonlochs deutlich, dass - verständlicherweise - “Irrtümer” in der Wissenschaft möglich sind. Vor allem aber zeigt es, wie viele Fragen derzeit nicht restlos geklärt sind. Auch bei der Abschätzung des Klimawandels könnten sich mit neuen Erkenntnissen durchaus noch Überraschungen ergeben. Siehe hier.

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