Beiträge von Vera Lengsfeld
Kategorien
Archiv
23.07.2008 13:42
Der vergessene Folterkeller von Pankow
Durch die Neue Schönholzer Straße in Pankow gehe ich fast jeden Tag, meist auf dem Rückweg von meinem Morgenspaziergang mit Hund im Bürgerpark. Ich schaue bei meinem Lieblingsblumenladen vorbei und nehme einen Strauß oder die Erinnerung an ein schönes Arrangement mit in meine Wohnung.
Gestern Abend erfuhr ich bei einer Veranstaltung der Gedenkbibliothek für die Opfer des Stalinismus, dass sich im Haus Nummer 36, genau gegenüber dem heutigen Blumenladen, ein Gefängnis der sowjetischen Geheimpolizei befand, damals NKWD genannt. Ich wohne seit 28 Jahren in Pankow und glaubte bis gestern die Ortsgeschichte gut zu kennen. Von diesem Gefängnis und seinen Folterzellen hatte ich nie etwas gehört. Nebenan befindet sich das Rathaus mit seinem Ratskeller. Die Gasträume müssen unmittelbar an das ehemalige Gefängnis stoßen. Der Hof , auf den die Gefangenen zum Abort geführt wurden, grenzt an ein Schulgelände. Das Ganze liegt keine zwei Minuten vom Pankower Markt entfernt. Wie …
11.07.2008 15:54
Gauweiler,Gysi und die Gerechtigkeit
Nachdem ich einige erholsame Wochen außerhalb unseres neurotischen Landes verbracht habe. dessen Held des Tages bei meiner Rückkehr ein Wachsfiguren-Attentäter war, der seinen Polizisten-Job aufgegeben hat, weil er sich lieber auf Seiten derer befinden wollte, die am ersten Mai mit Flaschen und Fahrradketten seine ehemaligen Kollegen attackieren, fand ich zu allem Überfluss auf meinem Schreibtisch einen FAZ-Beitrag von Peter Gauweiler über Gysi, der die Unfähigkeit der deutschen Intelligenzia, angemessen mit der totalitären Vergangenheit unseres Landes umzugehen, illustriert. Deshalb ist es auch einen Monat nach Erscheinen des Artikels nicht zu spät für eine Erwiderung.
Gauweiler, der sich bis zu Lafontaines Ausfälligkeiten gegen „Fremdarbeiter“, die den Deutschen angeblich die Arbeitsplätze wegnähmen, mit dem Linksparteichef eine Bild-Kolumne geteilt hat, profiliert sich in seinem Beitrag als Gysi-, und damit als Diktaturversteher.
Er plädiert offen für eine Doppelmoral. „Zwangsläufig“ hätte eine Rechtsanwaltstätigkeit in der DDR „anderen Regeln“ folgen müssen, als in …
12.06.2008 14:43
Wird der Aufbau Ost zum Abbau West? Eine Rede vor dem Politischen Forum Ruhr
Wer den allgegenwärtigen Verfall, der Anfang der 90-er Jahre flächendeckend für das Gebiet der ehemaligen DDR charakteristisch war, noch vor seinem inneren Auge hat, kommt aus dem Staunen nicht hinaus: die Landschaften sind förmlich aufgeblüht unter dem warmen Geldregen aus dem Westen.
Der Verfall wurde nicht nur gestoppt, sondern ins Gegenteil verkehrt. Historische Gebäude erstrahlen in altem Glanz, Schlösser und Gutshäuser sind aus Ruinen auferstanden. Das sozialistische Einheitsgrau ist auf Nimmer- wieder- sehen verschwunden.
Heute gleichen die neuen Länder Ostereiern am festlichen Strauss: außen leuchtend bunt bemalt und schön, innen leider hohl.
18 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sind die Neuen Länder trotz Milliardentransfers, der unvermindert anhält, von einer sich selbst tragenden Entwicklung noch weit entfernt.
Wenn sich das ändern soll, müssen die Weichen für den Aufbau Ost
ganz neu gestellt werden. Mit der Forderung nach immer neuen Transferleistungen wird …
08.06.2008 21:44
Der Massenmörder als Lehrmeister
Seit Beginn dieses Jahres wird das Publikum mit Erinnerungen und Ergüssen der eingebildeten Revolutionäre von 1968 gequält. Solange es sich um Sentimentalitäten der drugs, sex and rock`n roll- Zeit handelt, die uns als „Liberalisierung“ der Bundesrepublik verkauft werden , ist es nur ärgerlich. Wenn eine seriöse Zeitung wie der “Tagesspiegel” aber unter der Rubrik „Wie uns die Zeiten ändern“, einem Bewunderer von Massenmördern wie Herrn Schmierer für seine Rechtfertigungen eine ganze Seite einräumt, muss man sich langsam fragen, ob nicht wieder etwas fundamental schief läuft in unserem Land. Mao war eine der Ursachen, dass es am Ende des furchtbaren vergangenen Jahrhunderts eine wissenschaftliche Disziplin entstanden ist, die sich Völkermordforschung nennt. Mao steht im „Schwarzbuch des Kommunismus“ an der Spitze der kommunistischen Schlächter . In Maos China wurden schon mal 1000 von den etwa 20 000 Häftlingen , die in den Ölfeldern von Yanchang arbeiteten, nach einer Rebellion lebendig begraben. Im …
21.05.2008 16:15
Die Antarktis wird kälter, das Dogma von der Klimaerwärmung bleibt
Nun haben auch deutsche Forscher bestätigt, was Wissenschaftler der Ukraine , Argentiniens und anderer Länder mit Forschungsstationen in der Antarktis schon seit Jahren melden: es wird nicht wärmer, sondern kälter Eine Reihe härtester Winter seit Menschengedenken haben in den letzten Jahren kaum mediale Beachtung gefunden: in Sibirien vor drei Jahren, in Kanada und in Südamerika im letzten Jahr ,in China, in Rumänien und in Afghanistan in diesem Jahr. Noch vor wenigen Wochen meldete ZDF in Heute einen Schelfeisabbruch in der Antarktis als Folge der angeblichen Klimaerwärmung.
Nun lässt es sich nicht länger leugnen: die Computermodelle, die Grundlage der Aufregung waren, halten der Wirklichkeit nicht stand. Sie sind nicht mehr als heiße Luft, die von den Rechnern aufsteigt, die mit immer neuen Klimamodellen am Laufen gehalten werden.
Bricht die Wirklichkeit ein, in Form von Messergebnissen einer Forschungsexpedition, beeilt man sich, vor der Kamera zu versichern, dass die …
21.05.2008 14:05
Das geistige Hinterland der Hummerliebhaberin Sarah Wagenknecht
Am Rande der brisanten Story von den gelöschten Fotos, die Frau Wagenknechts Hummerschlemmen in einem Feinschmeckerlokal dokumentierten, kam heraus, dass einer der Tischherren der Galionsfigur der Kommunistischen Plattform Parteichef Bisky war. Nanu?
Angeblich geht die kommunistische Plattform samt Wagenknecht der Parteiführung doch so auf die Nerven, dass man sie um jeden Preis davon abhalten will, sich in den neuen Vorstand wählen zu lassen. Waren da Hummer nötig, um Frau Wagenknecht gnädig zu stimmen und von ihrem Vorhaben Abstand nehmen zu lassen? Oder sollte mit diesem Essen signalisiert werden, dass die Genossen der Kommunistischen Plattform nicht abgeschrieben sind? Die Positionen der Kommunistischen Plattform sind so peinlich, dass höchstens Oskar Lafontaine noch bereit wäre, sich öffentlich dazu zu bekennen. Selbst Frau Wagenknecht will offiziell nur zugeben, dass man die DDR nicht Diktatur nennen dürfe, weil es die Nazidiktatur in Deutschland gegeben hätte, mit der die DDR-Zustände auf keinen Fall verglichen …
21.05.2008 11:56
Gysi und die Stasi-Eine unendliche Geschichte
Peter Wensierski hat in Spiegel Online ein heißes Eisen angepackt, das längst von den meisten Medien gemieden wird: die immer wieder bestrittene Stasimitarbeit des letzten SED-Vorsitzenden und heutigen Bundestagsfraktionschefs der Linken Gregor Gysi.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,554430,00.html
Dabei belegen die neuen Aktenfunde nur, was der Immunitätsausschuß des Deutschen Bundestages in der 14. Wahlperiode längst festgestellt hat, dass die Stasimitarbeit von Gysi „erwiesen“ ist.
http://dip.bundestag.de/btd/13/108/1310893.pdf
Nur kam die Botschaft in der Öffentlichkeit nach langen Jahren gründlichster Untersuchung ,bei Auswertung aller damals vorhandenen Akten nicht mehr an. Die meisten Medien waren der Prozesse, mit denen sie von Gysi überzogen wurden ,auch einfach müde.
Wer sich über diese Prozesse und die Hintergründe informieren möchte, kann das auf der verdienstvollen website von Rolf Schälike tun:
http://www.buskeismus.de/faelle/fall_gysi.htm
Wer wissen will, wie ich Gysi im Stasigefängnis Hohenschönhausen als Erfüllungsgehilfen der Stasi erlebte, …
20.05.2008 12:35
Hurra, ich bin reich!
Die öffentlich-rechtlichen Nachrichten zur Kenntnis nehmen zu müssen, gleicht mehr und mehr einer Tortour. Seit zwei Tagen bestimmt der „Armutsbericht“ von Minister Scholz die Schlagzeilen. Statt die präsentierten Zahlen und die behaupteten Fakten kritisch zu beleuchten, betätigen sich unsere Nachrichten-Macher wieder mal als Erfüllungsgehilfen einer Politik, die nur noch ein Ziel zu haben scheint: die Bürger zu schröpfen, um die Umverteilungsmaschinerie in Gang zu halten. Die Erhebungen, auf die Scholz sich beruft, sind mehr als zwei Jahre alt, also nicht mehr relevant. Der Trick, alle als arm zu erklären, die weniger als 60% des Durchschnittseinkommens beziehen, ist so billig, dass der letzte Dorfjournalist ihn durchschauen müsste, denn je höher das Einkommen liegt, desto größer wird die Anzahl der angeblich Armen. Es fällt kaum mehr auf, dass die Armen von heute bestens ernährt, gekleidet und behaust sind. Die einfache Wahrheit, dass unsere Gesellschaft es nicht mehr mit Armut, sondern mit Wohlstandsverwahrlosung …

